"Die Berliner Registerstellen aus den zwölf Bezirken meldeten am Mittwoch für 2019 insgesamt 3.277 Vorfälle (2018: 3.405), die rechtsextrem, rassistisch oder antisemitisch motiviert waren; darunter mehr als die Hälfte sogenannte Propaganda-Delikte. Zwar habe sich die Gesamtzahl nur unwesentlich verändert.
Allerdings hätten sich die Vorfälle gegen sexuelle Minderheiten verdoppelt, antisemitische Online-Bedrohungen und Beleidigungen seien hingegen zurückgegangen, sagte Kati Becker, Koordinatorin der Registerstellen. Extrem rechte und rechtspopulistische Akteure agierten selbstbewusst auf lokaler Ebene und erlebten zu selten entschiedenen Widerspruch, sagte Becker.
Anders als ReachOut dokumentieren die Register neben gewalttätigen Angriffen und massiven Bedrohungen auch Vorfälle wie zum Beispiel Propaganda-Delikte, Beleidigungen und Sachbeschädigungen. Dadurch sind die Deliktzahlen viel höher."