Antisemitismus, Neonazismus und Rassismus in der DDR und die Folgen bis heute

Vortrag und Diskussion mit Dr. Harry Waibel
 
4. März 2019 | 14-16:30 Uhr
Mieterladen, Kreutzigerstr. 23, 10247 Berlin
 
Anhand von Materialien aus DDR-Archiven werden über 8.500 neonazistische, antisemitische und rassistische Propaganda- und Gewaltstraftaten belegt. Davon sind ca. 7.000 Angriffe neonazistisch, ca. 900 Angriffe antisemitisch und ca. 700 „Vorkommnisse“ sind Ausdruck des latenten und manifesten Rassismus. Diese 700 „Vorkommnisse“ beinhalten über 200 rassistische Pogrome und pogromähnliche Auseinandersetzungen. Insgesamt gab es dabei 10 Tote und Tausende von Verletzten. 
 
Das erste rassistische Pogrom in der deutschen Nachkriegsgeschichte ereignete sich im August 1975 in Erfurt, als algerische „Vertragsarbeiter“ über mehrere Tage hinweg von Mobs durch die Stadt gejagt wurden. Der erste Angriff deutscher Rassisten auf ein Wohnheim, ähnlich dem von 1991 in Hoyerswerda, fand im Februar 1977 in Dessau statt. Für die DDR sind über 30 rassistische Angriffe auf Wohnheime von ausländischen Arbeitern belegt. In Merseburg wurden im August 1979 zwei kubanische Arbeiter getötet.
 
Im Rahmen des Vortrags wird eine Brücke zu heutigen Entwicklungen (PEGIDA, fremdenfeindliche Anschläge u. a.) in Ost-Deutschland geschlagen und im Anschluss genug Raum zur Diskussion gegeben.
 
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Bitte melden Sie sich verbindlich mit Name, ggf. Institution und E-Mail (für Bestätigungsschreiben) bis zum 15.02.2019 unter fk@berliner-register.de an
oder schicken Sie uns das Anmeldeformular zu.
Anmeldeformular von der Registerseite herunterladen: https://www.register-friedrichshain.de/IGR/Anmeldung_Waibel_04.03.2019.docx
 
Ausschlussklausel:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, homophobe, sexistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.