Auswertung des Registers für 2011 erschienen
Am 29. Februar ist die Auswertung des Registers für das Jahr 2011 erschienen. Es wurden 197 Vorfälle dokumentiert. Besonders auffällig ist, dass 77 dieser Vorfälle in Niederschöneweide stattgefunden haben. Die Zahl der Angriffe hat sich im Vergleich zu 2010 von 6 auf 17 erhöht. Der größere Teil dieser Angriffe ist rassistisch motiviert, die anderen richteten sich gegen politische Gegner_innen. Ausführlicher ist die Analyse für das Jahr 2011 in der Auswertung.
Es gibt außerdem eine Pressemappe, in der die zusammengefassten Ergebnisse aller Berliner Register und von ReachOut zu finden sind.
Auswertung des Registers Treptow-Köpenick für 2011
Pressemappe aller Register und ReachOut
Über diese Seite
Das Projekt Register ist im November 2007 gestartet. Träger des Projekts war bis Ende 2010 der Verein Offensiv´91e.V.. Im Jahr 2011 ist der Kinderring Berlin e.V. Träger des Projekts. Finanziert wird das Registers aus den Mitteln des Lokalen Aktionsplans für Treptow-Köpenick. Zur Zeit ist es nicht finanziert und wird ehrenamtlich betrieben.
Das Register sammelt alle Vorfälle aus dem Bezirk Treptow-Köpenick, die eine rechtsextreme oder diskriminierende Motivation als Hintergrund haben, d.h. sie müssen zum Beispiel rassistisch, antisemitisch, autoritär, homophob, behindertenfeindlich oder den Nationalsozialismus verherrlichend sein. Unter Vorfällen versteht das Register nicht nur körperliche Übergriffe, sondern auch Pöbeleien und Sprüche auf der Straße gegen Minderheiten, das Bespucken von Menschen, das Schreien von rechten oder diskriminierenden Parolen, das Hören rechtsextremer Musik, Sachbeschädigungen, Aufkleber, Plakate und Transparente, die im Bezirk angebracht werden und eine rechtsextreme Motivation haben und auch Veranstaltungen und Verteilaktionen von Rechtsextremisten. Die Vorfälle können direkt bei der Koordinierungsstelle des Registers oder in einer der Anlaufstellen gemeldet werden. Eine ausführliche Beschreibung des Projekts finden Sie unter dem Menüpunkt Projektvorstellung. Die Sammlung der Vorfälle soll nicht nur einen differenzierten Überblick über rechte Aktivitäten im Bezirk geben, sondern auch das Ausmaß an Diskriminierung im Alltag verdeutlichen. Aus den Ergebnissen des Registers können demokratische Akteure im Bezirk gezielter Handeln und eine demokratische Kultur dort fördern, wo sie nur wenig ausgeprägt ist.
Die Ergebnisse des Registers werden alle 6 Monate veröffentlicht und können u.a. hier auf der Internetseite unter Downloads heruntergeladen werden.
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