Auswertung der Vorfälle der Berliner Register für das Jahr 2017

Im Jahr 2017 dokumentierten ReachOut, die Beratungsstelle für Opfer rassistischer und rechter Gewalt, und die Register in den Berliner Bezirken Angriffe und Vorfälle, die einen rassistischen, antisemitischen, homophoben oder diskriminierenden Hintergrund hatten. Unter Vorfällen, die bei den Registern aufgenommen werden, sind neben Gewalttaten auch Propagandaaktivitäten, wie das Anbringen von Aufklebern, Plakaten oder Sprühereien gefasst. Darüber hinaus werden auch Veranstaltungen und Beleidigungen gefasst, die einmal jährlich qualitativ ausgewertet werden.

Solidarität mit Irmela Mensah-Schramm

Seit der Gründung der Berliner Register begleitet Irmela Mensah-Schramm unsere Arbeit und bereichert unsere Statistiken mit ihren Beobachtungen im öffentlichen Straßenland.
Noch nie hat sie es beim reinen Beobachten gelassen. Schon immer zählte der Potest gegen menschenfeindliche Veranstaltungen zu ihren Aktivitäten. Immer wieder war sie dabei Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt.

Auswertung des Registers Neukölln im Jahr 2017

In Neukölln wurden 269 Vorfälle registriert (2016: 265), es handelte sich mehrheitlich um Propaganda (140). Nahezu die Hälfte aller Fälle ereignete sich in Nordneukölln. Es wurden 36 Angriffe aufgenommen. Die extreme Rechte ist im Bezirk nach wie vor sehr aktiv: Die im Sommer 2016 begonnene Angriffswelle hält an, Engagierte aus der Zivilgesellschaft stehen weiterhin im Fokus von militanten Neonazis und werden Ziel von Brandanschlägen und Bedrohungen. Neukölln bildete zudem einen Schwerpunkt bei der Mobilisierung für einen bundesweiten Nazi-Aufmarsch.

Jahresbericht 2016 des Registers Berlin-Mitte

Der Jahresbericht gibt eine Übersicht über die Vorfälle aus dem Jahr 2016 im Bezirk Mitte. Es werden Besonderheiten aufgezeigt und ihre Hintergründe analysiert. Die Arbeitsweise des Registers wird erklärt und Adressen von Anlauf- und Beratungsstellen aufgelistet.

Pressemappe 2018: Ergebnisse von ReachOut und den Registern für 2017

Am 13. März 2018 fand die gemeinsame Pressekonferenz von ReachOut und den Berliner Registern zur Veröffentlichung der Ergebnisse für das Jahr 2017 in der Werkstatt der Kulturen statt. In der Pressemappe enthalten sind:

ReachOut: Pressemitteilung, ReachOut: Tabellarische Übersicht: 10 Jahresvergleich der Angriffszahlen, ReachOut: Übersichtskarte Berlin 2017, ReachOut: Grafiken zu Zahlen 2017, Register: Pressemitteilung, Register: Grafik zu Vorfällen in den Bezirken 2017, Register: Kurzfassung der Auswertung für 2017, Register: Kontaktliste der beteiligten Projekte

Broschüre: "Auf einen Blick - Die Berliner Register" erschienen

Schon im Dezember 2017 ist die gemeinsame Broschüre der Berliner Register mit dem Titel "Auf einen Blick - Die Berliner Register" erschienen. Sie wurde, zusammen mit den Registerergebnissen für 2017, am 13. März auf einer Pressekonferenz vorgestellt.

Auswertung des Registers Treptow-Köpenick für das Jahr 2017 erschienen

Im Jahr 2017 wurden 310 Vorfälle dokumentiert (2016: 367), was einen Rückgang um ca. 15,5 % zum Vorjahr bedeutet. Es war das erste Mal in der Geschichte des Registers Treptow-Köpenick, dass die Vorfallszahlen sanken. Dies lässt sich auf den massiven Rückgang der rassistischen Mobilisierungen im Bezirk zurück führen, womit das Motiv Rassismus (- 49%) stark gesunken ist.

Jahresauswertung 2017 des Registers Steglitz-Zehlendorf

In Steglitz-Zehlendorf wurden im Jahr 2017 insgesamt 236 Vorfälle dokumentiert. Im Jahr 2016 waren es 247 Vorfälle, wobei die Zahl der Angriffe stark zurückgegangen (von 15 auf 5) und die Zahl der Veranstaltungen gestiegen ist (von 6 auf 19). Die Schwerpunkte im Bezirk bleiben weiterhin Steglitz (90) und Zehlendorf (67).

Jahresauswertung des Pankower Registers 2017

Die Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt [moskito] registrierte im Jahr 2017 insgesamt 230 Vorfälle, denen das Motiv Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (Rassismus, Antisemitismus, LGBTIQ*-Feindlichkeit, etc.) und/oder eine rechtspopulistische, rechtsextreme bis neonazistische Einstellung zu Grunde lagen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Meldungen gleich geblieben (2016: 229). Im Vergleich zu 2015 ein leichter Rückgang (2015: 241), aber auf gleich bleibenden Niveau.

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