Chronik für Register Reinickendorf

  • 3. Juni 2021
    An der Strecke der Bus-Linie 125 durch Frohnau wurden mehrere Aufkleber, die sich gegen die Coronamaßnahmen richteten, entdeckt und entfernt. Die Aufkleber stammen aus dem extrem rechten Coronaleugner:innenspektrum 'Deutschland gegen den Corona-Wahnsinn'.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 27. Mai 2021
    Zwei Männer und eine Frau wurden gegen 18.20 Uhr durch einen 62-Jähriger Mann in der General-Barby-Straße rassistisch beleidigt. Der 62-Jährige reagierte aggressiv auf die herbeigerufenen Polizist:innen. Gegen ihn wird wegen Beleidigung ermittelt.
    Quelle: Polizeimeldung Nr. 1157 vom 28. Mai 2021
  • 19. Mai 2021
    Gegen Mittag an der Bus-Haltestelle General-Woynastraße beschimpfte ein einsteigender Mann den Schwarzen Busfahrer der Linie 125 rassistisch und sozialchauvinistisch. Eine Zeugin zeigte Haltung und positionierte sich diskriminierungskritisch.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 15. Mai 2021
    Auf der U-Bahnstation Franz-Neumann-Platz wurde eine Frau von drei Männern aus antiasiatischer Motivation verbal und körperlich sexuell belästigt. Eine junge Zeugin unterstützte die Betroffene, indem sie den Männern sagte, sie sollen weggehen und die Frau in Ruhe lassen. Weil die Männer in die einfahrende U-Bahn einstiegen, traute sich die junge Frau nicht einzusteigen. Die Zeugin bot an, mit ihr zusammen zu fahren und begleitete sie bis zu ihrer Zielhaltestelle.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 15. Mai 2021
    An einer Tischtennisplatte an einem Gymnasium in Tegel wurden extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Die Sticker richteten sich gegen politische Gegner:innen und wurden vor Ort u.a. dazu genutzt, Aufkleber, die sich gegen Nazis aussprachen, zu überdecken.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 29. April 2021
    In der Berliner Straße an der Ecke zur Brunowstraße wurde ein Aufkleber mit dem Logo der Identitären Bewegung entdeckt und entfernt.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 28. April 2021
    Bei der Einlasskontrolle beim Bürger:innenamt Hermsdorf kam es zu einem antisemitischen Vorfall in Form einer Relativierung der Shoa. Eine Frau, in Begleitung ihres Ehemannes, hatte ihre Maske vergessen und erhielt von der Einlasskontrolle eine neue. Dabei verglich der Mitarbeiter das Tragen von Masken während der Covid19-Pandemie mit dem Tragen des gelben Judensternes im Nationalsozialismus. Darauf angesprochen verteidigte der Mann seine Aussage.
    Quelle: Tagesspiegelnewsletter vom 28. April 2021
  • 23. April 2021
    An einer Bushaltestelle beim U-Bahnhof Alt-Tegel veränderten Unbekannte den Schrifzug eines antirassistischen Aufklebers derart, dass er eine rassistische Aussage transportierte. Der Aufkleber wurde entfernt.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 16. April 2021
    Eine Frau afrikanischer Herkunft mit drei Kindern erhielt nach acht-jähriger Auseinandersetzung mit Nachbar:innen und dem Vermieter einen Räumungsbefehl für ihre Wohnung. Seit Jahren wurden sie und Ihre Kinder von Nachbar:innen rassistisch motiviert gemobbt und vor allem aufgrund der angeblichen Lautstärke ihrer Kinder wiederholt bei der Hausverwaltung denunziert. Hausverwaltung und Vermieter hatten sich immer ungeprüft die Perspektive der rassistischen Nachbar:innen zu eigen gemacht und ihr gekündigt, schließlich auch mit ihrer Räumungsklage gerichtlich Erfolg gehabt und sich auf keine Bitte angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt zur Verlängerung der Räumungsfrist eingelassen. Bereits eine weitere, frühere afrodeutsche Mieterin war von demselben Vermieter unter Vorwänden gekündigt worden, nachdem sie ebenfalls fortgesetztem rassistischem Mobbing durch ihre Nachbar:innen ausgesetzt gewesen war.
    Quelle: NARUD e.V.
  • 12. April 2021
    An einem Auto in der Veitstraße wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt, der in falschem Deutsch pauschal unterstellt, dass die Verteiler der Kaufinteresse signalisierenden Kärtchen kein Deutsch können.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 9. April 2021
    An einer Hauswand in der Aroser Allee 104 wurde eine SS-Schmiererei entdeckt.
    Quelle: Register Mitte
  • 4. April 2021
    Gegen 21.50 Uhr riefen Zeug*innen die Polizei zu einem Streit zwischen Nachbar*innen vor einem Mehrfamilienhaus in der Kienhorststraße. Ein 60-jähriger Mann entblößte vor den Anwesenden sein Gesäß und rief nationalsozialistische und antisemitische Parolen. Zudem hob er seinen Arm zum sogenannten Hitlergruß und äußerte, dass ihm die geltenden Gesetze und Verordnungen der Bundesrepublik Deutschland gleichgültig seien. Die beschwichtigende Versuche seiner Partnerin sowie das Fesseln durch die Polizei hielten den Mann nicht davon ab, weitere nationalsozialistische Parolen zu rufen. Der Mann verblieb die Nacht in Polizeigewahrsam und muss sich nun wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und der Beleidigung verantworten.
    Quelle: Polizeimeldung Nr. 0743 vom 05. April 2021, RBB, Jüdische Allgemeine
  • 31. März 2021
    In verschiedenen Telegram-Gruppen, in denen sich Menschen aus Reinickendorf gegen Corona-Maßnahmen organisieren und austauschen, wurden im ersten Jahresquartal erneut Inhalte extrem rechter Telegramkanäle und Verschwörungserzählungen weiterverbreitet. Bei den geteilten Text-, Video- und Sprachnachrichten handelt es sich unter anderem um gewaltvolle Umsturzfantasien, positive Bezüge zum Reichsbürger-Spektrum und einen Bill Gates betreffenden Mordaufruf. In verschiedenen Nachrichten wurden Corona-bedingte Einschränkungen mit NS-Verbrechen gleichgesetzt. Mit solchen Vergleichen werden NS-Verbrechen relativiert sowie nationalsozialistische Ideologien verharmlost und normalisiert. Zudem wurden in den Telegram-Gruppen LGBTIQ-feindliche Aussagen verbreitet, etwa das Absprechen der Existenz von Identitäten, die sich außerhalb eines binären Geschlechtssystem verorten.
    Quelle: Register Reinickendorf
  • 15. März 2021
    Um 15.30 Uhr wurde zwei männlichen Personen in Wittenau, in einem Supermarkt, aus sozialchauvinistischer und rassistischer Motivation heraus, Diebstahl unterstellt: Ein Mitarbeiter versperrte ihnen den Weg und durchsuchte ihre Tasche.
    Quelle: AnDi-App
  • 15. März 2021
    Im Bereich der 125er Busstrecke von Heinsestraße bis zum Dominikuskrankenhaus wurden verschiedene extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Teilweise gab es einen Bezug zur Covid-19-Pandemie und der Leugnung des Virus.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson via AnDi-App
  • 12. März 2021
    Gegen 21.15 Uhr urinierte ein Fahrgast in der U-Bahnlinie 6 auf Höhe des Bahnhofes Holzhauser Straße auf Sitze und den Boden der U-Bahn. Anwesende Fahrgäste, die den Vorfall bemerkten, forderten den 72-Jährigen zum Verlassen der U-Bahn an der nächsten Haltestelle, Bahnhof Borsigwerke, auf. Am U-Bahnhof beleidigte der Fahrgast die Zeug:innen antisemitisch in Anwesenheit der herbeigerufenen Polizei. Gegen den Fahrgast wurde ein strafrechtliches Verfahren eingeleitet.
    Quelle: Register Reinickendorf
  • 25. Februar 2021
    Auf dem Naturlernpfad am Eichwerder Steg wurde ein Hakenkreuz entdeckt und entfernt.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 25. Februar 2021
    Die extrem rechte Partei "Der Dritte Weg" verteilte an Privathaushalte in Frohnau Postwurfsendungen. Darin wurde eine antidemokratische und völkisch-rassistische Kritik an den aktuellen Coronamaßnahmen geäußert sowie mit antisemitischen Bildern gearbeitet, die auf gängige Verschwörungserzählungen rund um die Covid-19-Pandemie anspielen.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 24. Februar 2021
    Am Otto-Dibelius-Platz in Tegel wurde der antisemitische Schriftzug 'Juden-Union' an einem Mülleimer angebracht.

    Die Schmiererei richtet sich gegen den Verein 1. FC Union Berlin und seine Anhänger:innen. Immer wieder kommt es im Fußballkontext zu ähnlichen Vorfällen.
    Quelle: Recherche- & Informationsstelle Antisemitismus RIAS/Meldung einer Einzelperson
  • 21. Februar 2021
    An der Oranienburger Chaussee in Frohnau entwendeten Unbekannte, in der Nacht gegen 01.30 Uhr, eine Bronzefigur eines unbekleideten zwölfjährigen Jungen der Bildhauerin Dorothee Rätsch. Das unter Denkmalschutz stehende Haus wurde von Annemarie Wolff-Richter geleitet, die 1933 von den Nazis vertrieben und 1945 in einem Konzentrationslager in Kroatien ermordet wurde. Die Figur sollte an das Kinderheim erinnern. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt wegen schweren Diebstahls von Kunstgegenständen und sakralen Gegenständen mit antisemitischem Hintergrund.
    Quelle: Polizeimeldung Nr. 0408 vom 21. Februar 2021, RAZ
  • 10. Februar 2021
    In der Buddestraße wurde ein antifaschistischer Aufkleber übermalt und mit 'Fuck Antifa' beschrieben.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 5. Februar 2021
    Bei dem Versuch, ein Paket aus einem Paketshop in der Provinzstraße abzuholen, wurden der rumänische Personalausweis und Führerschein des Abholwilligen nicht als gültige Dokumente akzeptiert. Der Mitarbeiter des Paketshops behauptete, dass der Ausweis selbst ausgedruckt und hergestellt sei. Erst bei einem zweiten Versuch konnte das Paket mithilfe der Vorlage des Reisepasses abgeholt werden. Hierbei handelt es sich um eine Form der rassistischen Diskriminierung.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 1. Februar 2021
    Die Jugendorganisation der NPD (Junge Nationalisten) warb in einem U-Bahnhof für eine extrem rechte Gedenkveranstaltung in Dresden: Das Gedenken an den 13. Februar 1945 erinnert an die Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945. Extreme Rechte nutzen diesen Tag, um sich positiv auf den Nationalsozialismus zu beziehen und sich als Opfer zu inszenieren. Dabei kommt es zu NS-Verherrlichungen und Holocaust-Relativierungen.
    Quelle: Register Reinickendorf
  • 17. Januar 2021
    In einem U-Bahnwagen wurde ein Schriftzug entdeckt, der sich positiv auf den Nationalsozialismus bezieht und ein Hakenkreuz enthält.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 9. Januar 2021
    Rund um den Bahnhof S-Frohnau wurden mehrere Aufkleber von rechtsextremen Gruppierungen gesehen und entfernt. Es fanden sich u.a. Sticker der rechtsextremen Akteuer:innen 'Der dritte Weg', 'Die Rechte', '1 Prozent für unser Land' sowie der NPD.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • 2. Januar 2021
    An einem Uferweg, unweit der Sehenswürdigkeit "Dicke Marie", wurden mehrere transfeindliche Sticker gefunden und entfernt. Die Sticker zweifeln die Identität von Trans*Personen an und stellen sie als Bedrohung dar.
    Quelle: Register Reinickendorf
  • 2. Januar 2021
    Auf einem Mülleimer in Alt-Tegel wurde der Schrifzug 'Fuck Antifa' entdeckt.
    Quelle: Meldung einer Einzelperson
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