Jahresbericht 2018 der Berliner Register erschienen

"Für 2018 lässt sich festhalten: Die Hemmschwelle für Angriffe, Bedrohungen und Beleidigungen ist gesunken. Dafür ist nicht allein die rechte Szene Berlins verantwortlich, sondern die politische Kultur, der Ton in öffentlichen Debatten und das gesellschaftliche Klima. Anhand der Entwicklung der drei inhaltlichen Kategorien Rassismus, Antisemitismus und NS-Verharmlosung werden die Auswirkungen von Kommunikations- und Handlungsstrategien der Neuen Rechten deutlich.

Fachtag am 23. Oktober 2019: Dokumentation und Monitoring als zivilgesellschaftliche Empowermentstrategie

Erst eine rassistische Beleidigung, dann der Faustschlag ins Gesicht. Nach einer Nazi-Demonstration werden Flaschen auf Gegendemonstrant*innen geschmissen. Ein Fahrgast in der Tram zeigt mehrfach den "Hitlergruß". An den Hauseingang wird "Juden raus" geschmiert. An einem Stromkasten wird der Slogan "NS Zone" entdeckt. Auf einem Aufkleber einer rechten Partei befindet sich ein homofeindlicher Spruch.

Auswertung des Qudstag-Marsches 2019 in Charlottenburg

„Wir werden nicht zulassen, dass die Demo verboten wird, […] wir dürfen auch nicht Hizbollah-Flaggen zeigen und so verzichten wir auch drauf. Jeder weiß was Israel ist, jeder weiß auch, welche Leute wir lieben, aber wir können das nicht immer hier kundtun, sonst wird die Demo verboten. Also bitte, bitte haltet euch daran.“
– Jürgen Grassmann, Sprecher der ausrichtenden Quds-AG

Auswertung für Berlin für das Jahr 2018

Für das Jahr 2018 haben die Berliner Registerstellen gemeinsam mit ihren Kooperationspartner*innen 3405 Vorfälle (2017: 2800) mit extrem rechtem, rassistischem, antisemitischem, LGBTIQ*feindlichem, sozialchauvinistischem oder behindertenfeindlichem Hintergrund dokumentiert. Das ist ein Anstieg um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Durchschnitt wurden pro Tag 9 Vorfälle aufgenommen.

Die vollständige Auswertung kann als PDF heruntergeladen werden.

Pressemitteilung zu den Ergebnissen für das Jahr 2018

Pressemitteilung: Berliner Registerstellen verzeichnen einen Anstieg rechter, rassistischer und antisemitischer Vorfälle um 22 Prozent

+++ 9 Vorfälle werden pro Tag in Berlin dokumentiert +++ Rassistische und Antisemitische Vorfälle besonders stark angestiegen +++ Gesellschaftliches Klima begünstigt Gewalt, Bedrohungen und Beleidigungen

Pressemappe 2018: Ergebnisse von ReachOut und den Registern für 2017

Am 13. März 2018 fand die gemeinsame Pressekonferenz von ReachOut und den Berliner Registern zur Veröffentlichung der Ergebnisse für das Jahr 2017 in der Werkstatt der Kulturen statt. In der Pressemappe enthalten sind:

ReachOut: Pressemitteilung, ReachOut: Tabellarische Übersicht: 10 Jahresvergleich der Angriffszahlen, ReachOut: Übersichtskarte Berlin 2017, ReachOut: Grafiken zu Zahlen 2017, Register: Pressemitteilung, Register: Grafik zu Vorfällen in den Bezirken 2017, Register: Kurzfassung der Auswertung für 2017, Register: Kontaktliste der beteiligten Projekte

Broschüre: "Auf einen Blick - Die Berliner Register" erschienen

Schon im Dezember 2017 ist die gemeinsame Broschüre der Berliner Register mit dem Titel "Auf einen Blick - Die Berliner Register" erschienen. Sie wurde, zusammen mit den Registerergebnissen für 2017, am 13. März auf einer Pressekonferenz vorgestellt.

Auswertung des Registers Treptow-Köpenick für das Jahr 2017 erschienen

Im Jahr 2017 wurden 310 Vorfälle dokumentiert (2016: 367), was einen Rückgang um ca. 15,5 % zum Vorjahr bedeutet. Es war das erste Mal in der Geschichte des Registers Treptow-Köpenick, dass die Vorfallszahlen sanken. Dies lässt sich auf den massiven Rückgang der rassistischen Mobilisierungen im Bezirk zurück führen, womit das Motiv Rassismus (- 49%) stark gesunken ist.

Jahresauswertung 2017 des Registers Steglitz-Zehlendorf

In Steglitz-Zehlendorf wurden im Jahr 2017 insgesamt 236 Vorfälle dokumentiert. Im Jahr 2016 waren es 247 Vorfälle, wobei die Zahl der Angriffe stark zurückgegangen (von 15 auf 5) und die Zahl der Veranstaltungen gestiegen ist (von 6 auf 19). Die Schwerpunkte im Bezirk bleiben weiterhin Steglitz (90) und Zehlendorf (67).

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