Chronik für Register Neukölln

  • 18. April 2018
    Am Gedenkort für Burak Bektaş an der Rudower Straße, Ecke Möwenweg, wurde eine Skulptur beschädigt. Unbekannte zerstörten mit einer Chemikalie die Schutzschicht der Bronzeskulptur teilweise. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

    Die Skulptur wurde erst wenige Tagen zuvor eingeweiht. Sie erinnert an die Ermordung von Burak Bektaş, der 2012 von einem Unbekannten auf offener Straße wortlos erschossen worden ist. Der Mord ist bis heute nicht aufgeklärt. Ein rassistischer Tathintergrund kann nicht ausgeschlossen werden.
    Quelle: Facebookseite der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak, Polizei Berlin 19.04.2018, Tagesspiegel 20.04.2018,rbb24 20.04.2018
  • 11. April 2018
    Gegen 23.30 Uhr wurde ein 23-Jähriger auf der Sonnenallee aus einer 15-köpfigen Gruppe heraus zunächst homophob beleidigt. Drei Personen aus der Gruppe umringten den 23-Jährigen dann. Sie schlugen ihm sein Essen aus der Hand, verletzten ihn mit einem Messer, besprühten ihn mit Reizgas und stießen ihn zu Boden. Daraufhin bestahlen die Angreifen den Attackierten und entfernten sich.

    Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die Ermittlungen aufgenommen.
    Quelle: Polizei Berlin, Polizeimeldung Nr. 0796
  • 28. März 2018
    Die NPD Neukölln verteilte im Rudower Blumenviertel Flyer. Anwohner*innen fanden die Flyer mit völkisch-nationalistischem Inhalt in ihren Briefkästen. Auf den Flyern wird gefragt: "Was unternimmst du für Deutschland, damit wir wieder eine freie Nation werden?"
    Quelle: Register Neukölln
  • 27. März 2018
    In der Glasower Straße wurde ein Hakenkreuz entdeckt. Das Hakenkreuz war auf einen antifaschistischen Sticker geschmiert.
    Quelle: Register Neukölln
  • 11. März 2018
    In der Teterower Straße, Ecke Fritz-Reuter-Allee, wurde eine rassistisches Graffito entdeckt. Unbekannte schmierten dort auf das Eingangstor eines Kinderspielplatzes "Türken raus".
    Quelle: Berliner Woche 11.03.2018
  • 7. März 2018
    Ein 24-Jähriger und ein 27-Jähriger wurden gegen 23.40 Uhr aus LGBTIQ*-feindlicher Motivation angegriffen. Zwei unbekannte Jugendliche folgten den beiden Männern und versetzten dem 24-Jährigen einen Schlag gegen den Kopf und anschließend einen Messerstich in den Oberschenkel. Die beiden angegriffenen Männer retteten sich in eine nahegelegene Bar.

    Es wurde Anzeige erstattet.
    Quelle: Polizei Berlin, Polizeimeldung Nr. 0542
  • 2. März 2018
    In der Hobrechtstraße wurde ein selbstgemachter kleiner Aufkleber entdeckt. Er war über einen Anti-AfD-Sticker verklebt und trug die Worte "Chaoten/Untermenschen". Der Aufkleber wurde entfernt.
    Quelle: Register Reinickendorf
  • 9. Februar 2018
    In der Braunschweiger Straße, Ecke Unstrutstraße, wurde ein Hakenkreuz entdeckt. Das Hakenkreuz war an eine Hauswand geschmiert.

    Es wurde Anzeige erstattet.
    Quelle: Bündnis Neukölln
  • 6. Februar 2018
    Am Maybachufer, Ecke Schinkestraße, wurde ein rechter Aufkleber auf einer Liftfaßsäule dokumentiert. Der Aufkleber trug die Aufschrift "Hass", mit SS-Runen geschrieben.
    Quelle: Register Neukölln
  • 4. Februar 2018
    Gegen 0.30 Uhr wurde ein 28-Jähriger aus einer Männergruppe heraus angegriffen. Aus LGBTIQ*-feindlicher Motivation wurde der Betroffene gegen den Kopf geschlagen, bedrängt und geschubst. Als dem Angegriffenen die Flucht gelang, verfolgte ihn einer der Männer.

    Zivilpolizisten bemerkten die Situation und nahmen den Angreifer fest.
    Quelle: Polizei Berlin, Polizeimeldung Nr. 0291
  • 1. Februar 2018
    In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde gegen 2.40 Uhr ein Auto in Britz angezündet. Es entstand ein Totalschaden. Der Besitzer des PKWs ist Inhaber einer Buchhandlung in Rudow und engagiert sich in der Initiative "Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus". Im Dezember 2016 sind die Fensterscheiben seines Buchladens von Unbekannten eingeworfen worden, im Januar ist sein damaliger PKW bereits in Brand gesetzt und komplett zerstört worden.

    Von einer rechten Tatmotivation ist auszugehen. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.
    Quelle: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin, Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus, Polizei Berlin, Polizeimeldung Nr. 0273
  • 1. Februar 2018
    In der Nacht zum Donnerstag wurde gegen 3 Uhr ein PKW in Rudow in Brand gesetzt. Das Fahrzeug brannte vollständig aus. Der PKW-Besitzer ist Mitglied des Bezirksvorstands DIE LINKE Neukölln und engagiert sich zivilgesellschaftlich. Von einer rechten Tatmotivation ist daher auszugehen. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.
    Quelle: DIE LINKE Neukölln, Polizei Berlin, Polizeimeldung Nr. 0274
  • 31. Januar 2018
    In der Sattlerstraße wurden zwei Aufkleber entdeckt. Ein Aufkleber zeigte den NS-Kriegsverbrecher Rudolf Heß, ein weiterer stammte von der Jungen Alternative und richtete sich gegen Feminismus und Geschlechtergleichheit.
    Quelle: offensiv'91 e. V.
  • 20. Januar 2018
    Am Eingang zum U-Bahnhof Blaschkoallee wurde der Schriftzug "SS" auf einen Pfeiler geschmiert.
    Quelle: Britzer Initiative Hufeisern gegen Rechts
  • 12. Januar 2018
    In einer Kneipe in der Hobrechtstraße beleidigte ein Mann zwei andere Gäste rassistisch. Als die Beleidigten widersprachen, rief der Mann "Sieg Heil" und zeigte den Hitlergruß. Die Tresenkraft duldete dieses Verhalten nicht und warf den Mann aus der Kneipe.
    Quelle: Polis*
  • 6. Januar 2018
    Eine Neuköllner AfD-Politikerin postete auf ihrer Facebook-Seite mehrere Propaganda-Plakate des Nationalsozialismus. Die Plakate vermittelten rassistische und völkische Botschaften. Sie trugen Slogans wie "Deutsche Frau! Halte dein Blut rein. Du trägst in dir das Erbe künftiger Geschlechter. Fremde dürfen nicht nach dir greifen."
    Quelle: Tagesspiegel 9.01.2018, Berliner Morgenpost 8.01.2018.
  • 3. Januar 2018
    In der Juliusstraße, Ecke Karl-Marx-Straße, wurden 10 NPD-Aufkleber entdeckt und entfernt.
    Quelle: Register Neukölln
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